2010/1 Othmarsingen – Dôle

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Es geht los, 3. Juli, 7.30 Uhr. Alles ist gepackt, die Velos sind „gesattelt“. Auf Richtung Westen. Immer Richtung Westen. So ist der Atlantik gar nicht zu verfehlen, aber doch noch relativ weit weg.

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3. Juli: Othmarsingen (CH) – Kembs (F) – 97km (A-B)

Die Strecke folgt zunächst kurz dem Rhein, dann, in Frankreich, geht es immer am Rhein-Rhone-Kanal entlang.
Mangels Zeltplatz in der Umgebung von Mulhouse, verbringen wir die erste Nacht im neuen Zelt im Wald. Ich finde diese Idee während des starken Gewitters in der Nacht dann auf einmal nicht mehr so gut. Es ist heiss und klebrig, die Mücken ärgern uns unbeschreiblich und mitten in der Nacht beklagt sich dann auch noch ein grösseres Tier – vielleicht ein Hirsch? – über unsere Anwesenheit. Vielleicht sucht er ein Weibchen? Seine Rufe klingen jedenfalls nicht sehr fröhlich, dafür ziemlich laut.

Erfolgsmeldung Fussball: Deutschland gewinnt gegen Argentinien 4:0. Ist doch der Hammer!

4. Juli: Kembs – Montbéliard – 87km (B-C)

Meine Güte, ist das heiss! Kein bisschen Schatten, immer am Kanal entlang. Schleuse reiht sich an Schleuse. Manchmal liegt nicht mal ein Kilometer zwischen zwei Schleusen. Das neue, nasse Zelt, können wir am Mittag wunderbar in der Sonne trocknen, während wir lecker essen. Es ist ja schliesslich Sonntag! Idyllisch am Wasser mit Garten. Dann geht es weiter mit Gegenwind. Kommt der etwa schon vom Meer?
Nach der ersten aufregenden Nacht kehren wir in Montbéliard im Hotel Bristol ein. Das grösste ist die Dusche! Mensch, sind wir dreckig und stinkig! So eine Dusche ist einfach durch nichts zu übertreffen! Fast nichts…
In diesem Ort muss es vor kurzem gehagelt haben. Die Autos haben riesige Beulen. Alle!! Jörg hat seine helle Freude an dieser Ansammlung von Totalschäden 😉 Die Lackierer und Ausbeuler werden da wohl die nächsten Monate genug zu tun haben.

5. Juli: Montbéliard – Baumes les Dames – 67km (C-D)

Am Mittag machen wir ein herrliches Picknick an einer der viiiielen Schleusen. Ein Stück Käse, Schinken, frisches Brot, etwas Obst. Einfach super! Endlich hat Carmen auch Sonnenallergie, die sie noch etwas auf Trab halten wird. Am Abend kochen wir. Jörg meint nun, das Geheimniss des Kochers gelüftet zu haben. wir haben anderen Brennstoff gekauft, nachdem der erste Kochversuch mit einer Nudelgarzeit von ca. 30min und kaltem Kaffee eben ein Versuch war. Bisher hat er immer nur geraucht und gerusst und gestunken. Zumindest kocht das Nudelwasser dieses Mal und auch der Kaffee am Morgen ist wirklich heiss.
Der Campingplatz ist ziemlich neu, super gepflegt, die Betreiber sind total nett und es gibt morgens frisches Brot. Der Platz ist wirklich sehr zu empfehlen.

6. Juli: Baumes les Dames – Dôle – 97km (D-E)

Am Morgen ist es bewölkt und meine Haut ist froh über eine Sonnenpause. Wir sind fit, die Muskeln parat. Das ist bemerkenswert, weil Jörg am Abend vorher noch 19km gejoggt ist. Er trainiert für den Jungfraumarathon im September – auch in den Ferien.
Dummerweise verabschiedet sich irgendwo unterwegs eine Schraub meiner Klicks an den Schuhen. Nun kann ich das Pedal nur noch von der klicklosen Seite nutzen.
In Dôle angekommen gehen wir fein essen, mit einem schönen Stück Fleisch und einem Glas Chardonnay.

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